NATURHEILPRAXIS OTTENSEN
JANNE VITTING
Heilpraktikerin FDH

Für den Muskeltest existiert keine wissenschaftlich abgesicherte Erklärung. Ich bevorzuge folgendes Erklärungsmodell. Die Kinesiologie berücksichtigt die Tatsache, dass jede Art von Stress, der auf den Menschen einwirkt, für einen kurzen Augenblick mit einem Kontrollverlust über die willkürliche Muskulatur beantwortet wird.

Dies ist eine gut nachvollziehbare und sinnvolle physiologische Reaktion:
Die willkürliche Muskulatur wird von zwei Nervensystemen gesteuert: dem bewussten und dem autonomen. Eine negativen Reizeinwirkung, die potentiell für den Menschen Gefahr bedeutet, erzeugt für einen Moment den Ausfall der willkürliche Steuerung. Der Mensch reagiert reflexartig, unwillkürlich - ein Überlebensprinzip.

Erstaunlich, dass schon sehr geringe, bewusst oft kaum wahrnehmbare, selbst unbewusste Reize diese Stressreaktion auslösen.

Diese Reize können z. B.:
Gedanken, Worte, Erinnerungen und Vorstellungen vor dem inneren Auge
Stoffe, wie z.B. Lebensmittel, Allergene, Medikamente, Homöopathika
bestimmte Bewegungen oder Berührungen von Reflex- und Akupunkturpunkten
sein.

Da alle willkürlichen Skelettmuskeln auf einen Stressreiz mit einer kurzfristigen "Entkopplung" reagieren, ist es gleichgültig, welcher Muskel für den Test benutzt wird. Es können auch ganze Muskelgruppen sein.

Der Muskeltest ist eine Chance, bewusste und nicht bewusste Einflüsse unter einem neuen Blickwinkel kennenzulernen und individuelle Behandlungsstrategien zu entwickeln.
Er zeigt uns Stress an und damit auch eine blockierte oder verminderte Energie in einem Gewebe, Organ, Körperteil oder auch bei einem Gedanken, einem inneren Bild oder einem Gefühl. Daher nennt man den Muskeltest auch einfach Energiecheck.

Durchführung des Muskeltests:
Der Test ist einfach durchzuführen. Bevorzugt wird folgende Testhaltung: Die getestete Person hält einen Arm gerade und gestreckt nach vorn, der Tester drückt ca. 1 sec. lang auf den Unterarm, um den Arm nach unten zu bewegen. Im Normalzustand kann der Arm gut gegen den Druck gehalten werden. Sobald ein negativer Reiz ausgelöst wird, kann der Arm dem Druck nicht mehr standhalten. Direkt anschließend kann herausgefunden werden, was diese Schwäche ausgleicht. Dasselbe Testverfahren kann auch im Liegen angewendet werden.